Vereinschronik

main Wer sich einmal das Vereinsleben und die Mitgliederstruktur unseres FC Oberafferbach betrachtet, der bemerkt sehr schnell: Der FCO ist geprägt von einer sehr treuen Anhängerschar. Sie bilden die Säule, das Rückgrat des Vereins. Die Kameradschaft, die Menschen, der Zusammenhalt war und ist ihnen wichtig, sie fühlten und sie fühlen sich bei uns daheim wie in einer zweiten Familie. Viele gaben im Laufe der Jahre dem Verein und den Personen, die ihn führten, an Anerkennung zurück, was ihnen der FCO in jungen Jahren und auch später auf verschiedenste Weise hat zukommen lassen. Sie erkannten, wer sich für den FC Oberafferbach an vorderster Front engagiert, muss viel an Freizeit und persönlicher Energie mitbringen. Sie standen für die Anziehungskraft eines großen und immer größer werdenden Vereins. Der Name »FC Oberafferbach« ist dank seiner reich vorhandenen Qualität im Laufe der Jahre zu einem Markenzeichen aufgestiegen. Hier wird die Jugend für die Schule des Lebens und im Mannschaftsport ihr ausgleichendes Sozialverhalten geformt. Es muss Menschen geben, die ihnen diese Möglichkeit bieten, Gemeinschaft zu erfahren: Der Sport ist das Ziel, die Gemeinschaft die Form.

Lektüren beschreiben, der Bindungswille habe in der Gegenwart nicht mehr den ursprünglichen Stellenwert, den es einmal besaß. Vielleicht spüren wir es an uns selbst, irgendwie mag es anders sein und: Natürlich, es ist so manches anders! Die persönlichen Ansprüche sind beträchtlicher, die Arbeitswelt ist nicht minder fordernder geworden. Auch die Ansprüche einem Verein gegenüber sind wählerischer geworden, man erwartet mehr als vormals und auch der Ehrgeiz, den Verein voranzubringen, ist gewachsen. Von der Vereinsgründung, zur Errichtung des ersten Sportplatzes, zum Bau des Vereinsheims, zum aufwändigen Neubau des zweiten Sportplatzes, der Kegelbahnen bis hin zur Gründung mehrerer Abteilungen wurde und wird nachwievor viel Energie erfordert.

Den FC Oberafferbach haben Persönlichkeiten geprägt und mit ihnen klingt der oft gesungene Schlachtgesang und die Siegeshymne: »Hurra, hurra, der FC Oberafferbach ist da…« nach. Die Persönlichkeiten, die den Verein zukunftsfähig machten, mussten manchmal auch gegen den Strom schwimmen. Dies galt insbesondere für die Abteilung Kegeln, die nicht jeder Fußballer gegründet wissen wollte.

In der jüngeren Vereinsgeschichte stand noch kein Sport- oder Vereinsheim. Die Fußballer zogen sich in der Vereinsgaststätte »Zum grünen Wald« um. Dies galt natürlich auch für die Trainingsabende. »Geduscht« wurde mittels Gartenschlauch in einer Blechwanne, die im Hof stand oder auch daheim über dem Waschbecken, was Winfried Junker zu erzählen weiß. Letzteres ging aber auch nicht immer, wenn Besuch zuhause war. Man musste also ein richtiger Naturbursche sein, wer beim FCO gespielt hat.

Im Jahre 1950 wurde Josef Zenglein neuer Vorsitzender. Die Gemeinde Oberafferbach ist noch die Gemeinde Oberafferbach und in der damaligen Steinbacher Straße – heute »Am Sportplatz« – wohnte ihr Bürgermeister Adam Wombacher.

Der steinige Weg zum Vereinsheim
Mit der Idee, die Mitte der 60er Jahre aufkeimte, ein Vereinsheim zu errichten, verband sich natürlich auch die berechtigte Frage, wer dieses ehrgeizige Projekt bezahlen soll. Josef Zenglein – zwischenzeitlich ein erfahrener Vorstandshase – brachte den Vorschlag ein, nicht nur den Fußballern eine dauerhafte Bleibe zu geben, sondern auch eine neue Abteilung zu gründen. Eine Kegelabteilung soll die traditionsreiche Fußballriege ergänzen. Damals wurde der finanzielle Wert dieses Vorschlags völlig verkannt und die breite ablehnende Haltung sollte erst Jahrzehnte später aus den Köpfen weichen.

Für alle Kegelinteressenten geht’s auf der Seite der dreieck Keglerchronik weiter.

Hier die wichtigsten Meilensteine der Vereinshistorie kompakt als Liste. Für detaillierte Infos zur Geschichte der Kegelabteilung gibt’s zusätzlich die Unterrubrik  dreieckErfolge.

1932 Gründung der DJK Oberafferbach
1934 Gründung des FC Oberafferbach (Vorgänger DJK wurde im Jahre 1934 politisch verboten)
1946 Sportplatzausbau für 5599,80 Reichsmark
1946 1. Fußball-Meisterschaft in der C-Klasse Kahlgrund
1954 2. Fußball-Meisterschaft in der C-Klasse Aschaffenburg
1963 3. Fußball-Meisterschaft in der C-Klasse Alzenau ohne eine Niederlage
1966 4. Fußball-Meisterschaft in der B-Klasse Alzenau
1968 Erster Spatenstich zum Neubau des Vereinsheim
1969 Richtfest am 06.09.1969 in der Gaststätte „Zum Lamm“
1969 Gründung der Kegelabteilung (20.06.1969)
1970 Einweihung des neuen Vereinsheim
1971 1. Keglermeisterschaft in der C-Klasse
1972 Die 1. Keglermannschaft wird Meister in der B-Klasse
1973 Die 1. Keglermannschaft wird Meister in der A-Klasse
1975 Die 1. Keglermannschaft wird Meister in der Liga-Gruppe
1975 Mit einjähriger Verspätung wird das 40-jährige Gründungsfest gefeiert
1976 Das Sportheim hat mit dem Bau der neuen Turnhalle als Trainingsraum ausgedient
1977 Einweihung des unteren Sportplatzes mit Eröffnungsspiel gegen Viktoria Aschaffenburg
1977 Die Abteilung Gymnastik wird am 26.12.1977 gegründet
1983 Der obere Sportplatz wird „runderneuert“ (Kosten über 80.000,- DM)
1983 Erstes Pokalturnier der Ortsvereine und Freizeitkicker
1986 Der Freizeitclub gliedert sich dem FCO an
1989 Der Rechtsstreit um den oberen Sportplatz wird mit einem Vergleich beendet
1989 Friedel Gehlert wird für 850 Spiele im FCO-Trikot geehrt
1992 Am 05.10.1992 wird die Abteilung Badminton gegründet
1999 Die 1. Fußballmannschaft gewinnt in der A-Klasse die erste Fußballmeisterschaft seit 33 Jahren
2000 Die Internetpräsenz des FC Oberafferbach geht online
2002 Die neue 4-Bahn-Kegelanlage wird auf dem FCO-Gelände eingeweiht
2002 Die Kegelabteilung meldet seine Damenmannschaft zum regelmäßigen Spielbetrieb an
2005 Die 1. Keglermannschaft erreicht die Meisterschaft in der hessischen Gruppenliga 2
2006 Die Damenmannschaft der Kegel-Abteilung wird Meister in der Bezirksliga
2011 Die 2. Fußballmannschaft gewinnt die Meisterschaft der B-Klasse Aschaffenburg 2.
Mit 133 Toren erzielt sie die meisten Tore aller Mannschaften aller Spielklassen des Fußballkreises Aschaffenburg-Miltenberg. Als Belohnung wird die Mannschaft von der Distelhäuser Brauerei zu einem rauschenden Fest mit anderen Mannschaften eingeladen, die in ihren Fußballkreisen ebenfalls die meisten Tore geschossen hatten.
2011: Die 1. Keglermannschaft erreicht die Meisterschaft der Gruppenliga
2015: Die 1. Keglermannschaft erreicht die Meisterschaft der Regionalliga A
2015: Die 2. Keglermannschaft erreicht die Meisterschaft der Bezirksliga
2015: Die 1. Keglermannschaft erreicht ist Zweitplatzierter im hessenweiten CC-Pokal
2015: Die 1. Keglermannschaft ist Drittplatzierter im KVA-Pokal